Was ist ein Abbildungsverzeichnis? Der komplette Guide 2026

Ein Abbildungsverzeichnis ist die geordnete Liste aller Abbildungen, Illustrationen und Grafiken in einer wissenschaftlichen Arbeit, inklusive ihrer Nummer, ihres Titels und der Seitenzahl. In der deutschen Praxis gilt es oft ab drei oder mehr Abbildungen als erforderlich, und in Word funktioniert ein automatisches Verzeichnis nur dann sauber, wenn jede Abbildung mit „Beschriftung einfügen“ angelegt wurde.
Vielleicht bist du gerade genau an diesem Punkt: Die Arbeit ist fast fertig, das Literaturverzeichnis steht, das Inhaltsverzeichnis sieht ordentlich aus, und dann stolperst du über die Frage, ob jetzt auch noch ein Abbildungsverzeichnis nötig ist. Viele Studierende erleben diesen Moment kurz vor der Abgabe. Nicht, weil das Thema kompliziert wäre, sondern weil formale Anforderungen oft erst dann auffallen, wenn man eigentlich nur noch exportieren und hochladen will.
Ich erlebe das in der Schreibberatung ständig. Jemand hat saubere Grafiken eingebaut, vielleicht ein selbst erstelltes Diagramm, einen Screenshot aus einem PDF oder eine Übersichtsgrafik aus einer Quelle. Inhaltlich passt alles. Unsicherheit entsteht erst bei der Form: Muss jede Abbildung nummeriert werden? Kommt die Quelle ins Verzeichnis? Und was ist, wenn die Bilder nur Screenshots sind?
Genau dabei hilft dir dieser Guide. Du bekommst eine klare Antwort auf die Frage Was ist ein Abbildungsverzeichnis?, aber auch auf die zwei Punkte, die in vielen Anleitungen zu kurz kommen: ob es wirklich Pflicht ist und wie du es in Word auch mit PDF-Screenshots korrekt erstellst. Wenn du parallel noch an den Grundverzeichnissen deiner Arbeit sitzt, hilft dir auch dieser Beitrag zum Inhaltsverzeichnis für die Abschlussarbeit.
Einleitung Das letzte Detail vor der Abgabe
Anna schreibt an ihrer Bachelorarbeit und denkt, sie sei fast fertig. Die Kapitel stehen, die Formatierung ist grösstenteils bereinigt, nur ein letzter Blick auf die Seitenzahlen fehlt noch. Dann sieht sie in einem Leitfaden ihrer Hochschule den Begriff „Abbildungsverzeichnis“ und fragt sich sofort, ob sie etwas vergessen hat.
Diese Situation ist typisch für die erste grössere wissenschaftliche Arbeit. Das Abbildungsverzeichnis wirkt auf den ersten Blick wie ein rein formaler Zusatz. In Wirklichkeit zeigt es aber, dass du deine visuellen Elemente genauso sorgfältig dokumentierst wie deine Quellen, Kapitel und Anhänge.
Wer eine Arbeit liest, will nicht jede Grafik mühsam suchen. Ein gutes Abbildungsverzeichnis macht genau das leichter. Es führt die visuellen Bestandteile deiner Arbeit an einer Stelle zusammen und hilft beim schnellen Wiederfinden.
Ein sauberes Abbildungsverzeichnis ist kein bürokratischer Schmuck. Es ist eine Orientierungshilfe für Leserinnen, Leser und Prüfende.
Für dich als Autor oder Autorin hat das noch einen zweiten Vorteil: Sobald du Abbildungen sauber beschriftest und systematisch verwaltest, arbeitest du automatisch strukturierter. Viele spätere Fehler entstehen gar nicht erst. Vor allem in Word lohnt sich das, weil die Automatisierung nur dann funktioniert, wenn die Grundlagen sauber angelegt sind.
Das Abbildungsverzeichnis verständlich erklärt
Ein Abbildungsverzeichnis ist am einfachsten als Landkarte für die visuellen Elemente deiner Arbeit zu verstehen. Während das Inhaltsverzeichnis zeigt, wo Kapitel und Unterkapitel stehen, zeigt das Abbildungsverzeichnis, welche Abbildungen es gibt und auf welcher Seite sie erscheinen.

Laut der Erklärung bei BachelorPrint zum Abbildungsverzeichnis ist es in deutschsprachigen wissenschaftlichen Arbeiten die geordnete Liste aller im Text verwendeten Abbildungen. Es enthält typischerweise Abbildungsnummer, Titel oder Beschriftung und Seitenzahl und wird meist hinter dem Inhaltsverzeichnis platziert.
Woraus ein Eintrag besteht
Ein einzelner Eintrag ist schlicht aufgebaut. Normalerweise enthält er drei Elemente:
- Abbildungsnummer wie „Abb. 1“ oder „Abbildung 3“
- Beschriftung also den genauen Titel der Abbildung
- Seitenzahl damit die Abbildung schnell gefunden wird
Ein einfaches Beispiel könnte so aussehen:
| Abbildungsnummer | Titel | Seitenzahl |
|---|---|---|
| Abb. 1 | Aufbau des Forschungsdesigns | 4 |
| Abb. 2 | Vergleich der Auswertungsmethoden | 12 |
| Abb. 3 | Screenshot der Benutzeroberfläche | 19 |
Worin es sich von anderen Verzeichnissen unterscheidet
Viele verwechseln das Abbildungsverzeichnis mit dem Inhaltsverzeichnis oder dem Tabellenverzeichnis. Das ist verständlich, denn alle drei listen etwas auf. Sie haben aber unterschiedliche Aufgaben.
- Inhaltsverzeichnis ordnet Kapitel und Unterkapitel
- Abbildungsverzeichnis erfasst Grafiken, Diagramme, Screenshots und sonstige Abbildungen
- Tabellenverzeichnis listet Tabellen getrennt von Abbildungen auf
Wenn du eine Grafik im Fliesstext erwähnst, sollte der Leser sie im Abbildungsverzeichnis sofort wiederfinden können.
Wann du überhaupt eines brauchst
In der deutschen Praxis wird ein Abbildungsverzeichnis oft ab drei oder mehr Abbildungen als erforderlich angesehen. Wichtig ist dabei das Wort „oft“. Das ist eine verbreitete Orientierung in Ratgebern und der Hochschulpraxis, aber noch kein Ersatz für die Regeln deines Studiengangs.
Für dein Grundverständnis reicht zunächst diese Merkhilfe: Sobald deine Arbeit mehrere visuelle Elemente enthält, ist ein Abbildungsverzeichnis fast immer sinnvoll. Es macht die Arbeit übersichtlicher, professioneller und formell vollständiger.
Zweck und korrekte Formatierung
Ein Abbildungsverzeichnis ist nicht nur da, damit irgendwo noch ein weiteres Verzeichnis steht. Es erfüllt eine klare wissenschaftliche Funktion. Es hilft dabei, Abbildungen eindeutig zuzuordnen, und unterstützt die Nachvollziehbarkeit deiner Arbeit.
Das ist besonders wichtig, wenn du im Text auf eine Grafik verweist, etwa mit „siehe Abb. 2“. Diese Verweisung funktioniert nur dann sauber, wenn die Abbildung korrekt nummeriert, beschriftet und im Verzeichnis auffindbar ist.
Warum die Form hier Inhalt stützt
In wissenschaftlichen Arbeiten zählt nicht nur, dass du Informationen nutzt, sondern auch, wie nachvollziehbar du sie darstellst. Eine Abbildung ist kein dekoratives Element. Sie ist Teil deiner Argumentation. Genau deshalb muss sie formell eingebunden sein.
Die Hinweise bei Mystipendium zum Abbildungsverzeichnis betonen die enge Verbindung zur wissenschaftlichen Dokumentationspflicht. Die Einträge sollen wortgleich zu den Bildunterschriften sein. Ausserdem gehören Quellenangaben nicht ins Abbildungsverzeichnis, sondern direkt an die Abbildung und ins Literaturverzeichnis.
Wo das Verzeichnis im Dokument steht
In vielen deutschsprachigen Arbeiten steht das Abbildungsverzeichnis im vorderen Teil der Arbeit. Typisch ist diese Reihenfolge:
- Titelblatt
- Inhaltsverzeichnis
- Abbildungsverzeichnis
- Tabellenverzeichnis falls vorhanden
- Textteil der Arbeit
Wenn dein Fachbereich einen Leitfaden vorgibt, hat dieser Vorrang. Ohne spezielle Abweichung ist die Platzierung hinter dem Inhaltsverzeichnis aber üblich.
Was hineingehört und was nicht
Hier entstehen besonders viele Fehler. Deshalb lohnt sich eine klare Trennung.
| Verzeichnis | Inhalt | Zweck |
|---|---|---|
| Inhaltsverzeichnis | Kapitel und Unterkapitel | Aufbau der Arbeit sichtbar machen |
| Abbildungsverzeichnis | Abbildungsnummer, Beschriftung, Seitenzahl | Visuelle Elemente auffindbar machen |
| Tabellenverzeichnis | Tabellennummer, Titel, Seitenzahl | Tabellen separat dokumentieren |
Für das Abbildungsverzeichnis gilt:
- Hinein gehören Nummer, Beschriftung und Seitenzahl
- Nicht hinein gehören Quellenangaben, lange Kommentare oder methodische Zusatzhinweise
Ein Beispiel macht den Unterschied klar:
- Bildunterschrift unter der Abbildung: Abb. 4: Auszug aus dem Kategoriensystem. Quelle: Eigene Darstellung nach …
- Eintrag im Abbildungsverzeichnis: Abb. 4 Auszug aus dem Kategoriensystem
Praktische Regel: Das Verzeichnis übernimmt die Bezeichnung der Abbildung. Die Quellenarbeit bleibt bei der Abbildung selbst und im Literaturverzeichnis.
Diese Trennung wirkt klein, ist aber formell wichtig. Wer die Quelle ins Verzeichnis schreibt, vermischt zwei Funktionen. Das Verzeichnis dient der Orientierung. Der Quellenhinweis dient der Nachweisbarkeit.
Anleitung zur Erstellung in Microsoft Word
Viele Probleme mit dem Abbildungsverzeichnis entstehen nicht beim Verzeichnis selbst, sondern einen Schritt davor. Word kann nur dann automatisch arbeiten, wenn jede Abbildung technisch korrekt vorbereitet ist. Genau daran scheitern viele Studierende.

Die zentrale Regel lautet: Ein automatisches Abbildungsverzeichnis funktioniert nur mit der Word-Funktion „Beschriftung einfügen“. Genau das beschreibt auch die Anleitung bei SGD zur Erstellung eines Abbildungsverzeichnisses in Microsoft Word. Manuell getippte Bildunterschriften sehen vielleicht ähnlich aus, werden von Word aber nicht zuverlässig als Beschriftungen erkannt.
Der Standardweg in Word
Wenn du normale Grafiken, Diagramme oder Bilder eingefügt hast, gehst du am besten so vor:
Abbildung anklicken
Markiere zuerst das Bild, das du beschriften willst.Beschriftung einfügen
Klicke mit der rechten Maustaste auf das Bild oder nutze im Menüband den Reiter „Referenzen“ und dort „Beschriftung einfügen“.Bezeichnung prüfen
In der Regel nutzt Word „Abbildung“ als Label. Das passt in den meisten wissenschaftlichen Arbeiten.Text ergänzen
Hinter die automatisch gesetzte Nummer schreibst du den eigentlichen Titel, zum Beispiel „Aufbau des Fragebogens“.Position festlegen
Üblich ist die Platzierung unter der Abbildung. Manche Fachbereiche verlangen etwas anderes. Dann folgst du dem Leitfaden.
Danach wiederholst du diesen Schritt für jede Abbildung. Wenn du bei Tabellen ähnlich sauber arbeiten willst, hilft dir auch diese Anleitung zur Beschriftung von Tabellen in Word.
Das Verzeichnis einfügen
Sobald alle Abbildungen eine Word-Beschriftung haben, kannst du das eigentliche Verzeichnis einfügen.
- Setze den Cursor an die Stelle, an der das Verzeichnis stehen soll
- Öffne den Reiter „Referenzen“
- Wähle „Abbildungsverzeichnis einfügen“
- Prüfe Format und Füllzeichen
- Bestätige mit OK
Word erstellt dann automatisch die Liste aller erkannten Abbildungen mit Seitenzahl.
Zur Veranschaulichung kannst du dir auch dieses Video ansehen:
Der häufig übersehene Fall mit PDF Screenshots
Hier wird es für viele stressig. Du hast keine „klassischen“ Bilder, sondern Screenshots aus Artikeln, aus einem Bericht oder aus einem PDF gezogen. Dann entsteht oft die Sorge, Word könne daraus kein automatisches Abbildungsverzeichnis erstellen.
Die beruhigende Antwort lautet: Doch, das geht. Entscheidend ist nicht, woher das Bild stammt, sondern ob es in deinem Dokument als eingefügte Abbildung vorhanden ist und eine Word-Beschriftung bekommt.
So gehst du bei Screenshots aus PDFs vor:
Screenshot oder Bild sauber einfügen
Füge den Ausschnitt als Bild in dein Word-Dokument ein. Das kann ein Screenshot, ein exportierter Bildausschnitt oder eine gespeicherte Grafik sein.Nicht nur Text darunter tippen
Viele schreiben unter den Screenshot einfach „Abb. 3: …“. Genau das verhindert später die saubere Automatisierung.Beschriftung technisch anlegen
Klicke auch bei diesem Bild auf „Beschriftung einfügen“. Für Word ist es dann eine ganz normale Abbildung.Quelle separat führen
Wenn die Grafik aus einer externen Quelle stammt, gibst du den Quellennachweis an der Abbildung an, nicht im Verzeichnis.
Dieser Punkt ist besonders relevant, weil viele Tutorials den Sonderfall kaum erklären. Laut einer Analyse des BABS von 2025 haben über 55 % der deutschen Studierenden Schwierigkeiten mit der automatischen Erstellung, wenn ihre Bilder aus PDF-Extrakten stammen.
Vor der Abgabe immer aktualisieren
Das Verzeichnis ist kein statischer Block. Sobald Seitenumbrüche, neue Abbildungen oder geänderte Titel ins Spiel kommen, musst du es aktualisieren.
Das geht so:
- Rechtsklick auf das bestehende Abbildungsverzeichnis
- „Feld aktualisieren“ wählen
- Entscheiden, ob nur die Seitenzahlen oder das gesamte Verzeichnis aktualisiert werden soll
- Bei Unsicherheit immer das gesamte Verzeichnis aktualisieren
Kurz vor der Abgabe entstehen viele falsche Seitenzahlen nicht durch schlechte Arbeit, sondern durch ein vergessenes Update.
Wenn du nur eine Sache aus diesem Abschnitt mitnimmst, dann diese: Nicht manuell tippen, sondern in Word beschriften. Damit löst du den grössten Teil aller späteren Probleme.
Anleitung für Fortgeschrittene in LaTeX
Wenn du mit LaTeX schreibst, ist das Abbildungsverzeichnis meist deutlich entspannter als in Word. Der Grund ist einfach: LaTeX baut Verzeichnisse aus strukturierten Befehlen auf. Sobald du Abbildungen sauber in einer figure-Umgebung anlegst, lässt sich das Verzeichnis automatisch erzeugen.
Eine typische Abbildung sieht so aus:
\begin{figure}[h]
\centering
\includegraphics[width=0.8\textwidth]{diagramm.png}
\caption{Aufbau des Forschungsdesigns}
\label{fig:forschungsdesign}
\end{figure}
Wichtig sind hier drei Dinge:
\includegraphicsfügt die Datei ein\caption{...}erzeugt die Bildunterschrift\label{...}macht die Referenzierung im Text möglich
Im Fliesstext kannst du dann etwa schreiben:
Wie in Abbildung \ref{fig:forschungsdesign} zu sehen ist, ...
Das Verzeichnis ausgeben
Für das Abbildungsverzeichnis brauchst du in der Regel nur einen einzigen Befehl an der passenden Stelle im Dokument:
\listoffigures
LaTeX sammelt dann alle Abbildungen mit \caption und baut daraus automatisch das Verzeichnis.
Worauf du achten solltest
Die typischen Fehler in LaTeX sind andere als in Word. Hier ist nicht die manuelle Eingabe das Problem, sondern eher unvollständige Strukturen.
Keine
\caption, kein Eintrag
Wenn eine Abbildung keinen Caption-Befehl hat, erscheint sie nicht im Verzeichnis.Unklare Beschriftungen
„Grafik 1“ ist formal zwar möglich, aber inhaltlich schwach. Besser ist ein beschreibender Titel.Unsaubere Referenzierung
\labelsollte direkt nach\captionstehen, damit Nummerierung und Verweis korrekt bleiben.
In LaTeX entsteht das Abbildungsverzeichnis fast von selbst. Vorausgesetzt, du behandelst jede Abbildung als strukturiertes Objekt und nicht als lose eingefügtes Bild.
Häufige Fehler vermeiden und Best Practices
Viele formale Probleme beim Abbildungsverzeichnis haben keine komplizierte Ursache. Es sind kleine Nachlässigkeiten, die sich am Ende summieren. Mal fehlt eine Beschriftung, mal stimmt die Seitenzahl nicht mehr, mal sieht alles auf den ersten Blick ordentlich aus, ist aber technisch nicht sauber aufgebaut.

Gerade beim Umgang mit externen Bildern ist das verbreitet. Laut der bereits genannten Analyse des BABS von 2025 haben über 55 % der deutschen Studierenden Schwierigkeiten mit der automatischen Erstellung bei PDF-Extrakten. Das zeigt weniger ein Technikproblem als eine Lücke in vielen Standardanleitungen.
Typische Fehler
Manuelle Bildunterschriften
Du tippst „Abb. 2“ einfach unter das Bild. Das sieht korrekt aus, wird von Word aber nicht zuverlässig als Beschriftung erkannt.Uneinheitliche Titel
Eine Abbildung heisst „Diagramm zur Umfrage“, die nächste nur „Screenshot“, die dritte „Abb. zur Auswertung“. Solche Mischungen wirken unruhig und wenig präzise.Verzeichnis nicht aktualisiert
Nach letzten Korrekturen verschieben sich Seiten, aber das Verzeichnis bleibt auf dem alten Stand.Quelle an der falschen Stelle
Der Quellennachweis landet im Verzeichnis statt direkt an der Abbildung.
Was in der Praxis gut funktioniert
Eine gute Bildunterschrift ist knapp, aber aussagekräftig. Sie benennt nicht nur die Bildart, sondern den Inhalt.
Schwächer:
- Abb. 2: Diagramm
Besser:
- Abb. 2: Vergleich der Antwortkategorien im Pretest
- Abb. 3: Screenshot der Kodieroberfläche
- Abb. 4: Ablauf des Auswahlverfahrens
Mini Checkliste vor dem PDF Export
| Prüffrage | Ja/Nein |
|---|---|
| Hat jede Abbildung eine echte Beschriftung über die Word- oder LaTeX-Funktion? | |
| Stimmen die Titel im Verzeichnis mit den Bildunterschriften überein? | |
| Sind alle Abbildungen im Verzeichnis enthalten? | |
| Wurde das Verzeichnis direkt vor der Abgabe aktualisiert? | |
| Stehen Quellen an der Abbildung und nicht im Verzeichnis? |
Gute wissenschaftliche Form zeigt sich oft an den kleinen Dingen. Ein korrektes Abbildungsverzeichnis ist eines davon.
Ab wann ist ein Abbildungsverzeichnis wirklich Pflicht
Das ist die Frage, die Studierende am häufigsten stellen. Und sie ist berechtigt. Denn im Netz liest man oft eine einfache Regel: ab drei Bildern. Das ist als Orientierung hilfreich, aber als verbindliche Antwort zu grob.

Die Unsicherheit ist weit verbreitet. Einer Studie des DAD von 2024 zufolge sind über 68 % der deutschen Studierenden unsicher, ob das Fehlen eines Abbildungsverzeichnisses zu Punktabzug führt, weil die Regel „ab drei Bildern“ selten ausdrücklich in Prüfungsordnungen steht.
Was wirklich zählt
Verbindlich ist nicht das, was ein Blog, ein Forum oder ein Freund aus einem anderen Studiengang sagt. Verbindlich sind die Dokumente deiner eigenen Hochschule, deines Fachbereichs oder deines Lehrstuhls.
Prüfe deshalb in dieser Reihenfolge:
- Prüfungsordnung
- Modulhandbuch
- Leitfaden des Studiengangs oder Lehrstuhls
- Vorgaben der betreuenden Person
Wenn dort nichts Eindeutiges steht, ist Nachfragen kein Zeichen von Unsicherheit, sondern von Sorgfalt.
Eine sinnvolle Entscheidung im Zweifel
Wenn du mehrere Abbildungen in deiner Arbeit hast und keine ausdrückliche gegenteilige Vorgabe findest, ist ein Abbildungsverzeichnis fast immer die sicherere Entscheidung. Es kostet wenig zusätzlichen Aufwand, wenn du sauber mit Beschriftungen arbeitest, und verhindert formale Diskussionen kurz vor der Abgabe.
Besonders bei Hausarbeiten mit Anhang lohnt es sich, auch die Gesamtstruktur im Blick zu behalten. Dafür kann dir diese Anleitung zum Anhang einer Hausarbeit helfen.
Woran du dich orientieren kannst
Wenige visuelle Elemente
Bei einer einzelnen Abbildung wird ein eigenes Verzeichnis oft nicht verlangt. Es kann sogar unnötig wirken.Mehrere Abbildungen im Hauptteil
Hier wird ein Verzeichnis schnell sinnvoll und häufig auch erwartet.Abschlussarbeiten
Bei Bachelor- und Masterarbeiten solltest du eher grosszügig formell denken. Wenn mehrere Abbildungen vorkommen, spricht viel für ein Verzeichnis.
Die eigentliche Frage lautet oft nicht: „Kann ich es weglassen?“ Sondern: „Gibt es einen guten Grund, es wegzulassen?“ In den meisten grösseren Arbeiten lautet die Antwort eher nein.
Wenn du bei solchen Formalien nicht jedes Detail manuell zusammensuchen willst, kann KalemiFlow eine praktische Ergänzung sein. Die Plattform unterstützt Studierende und Forschende bei Recherche, Quellenarbeit, PDF-Auswertung und der strukturierten Ausarbeitung wissenschaftlicher Texte. Gerade wenn du parallel an Verzeichnissen, Zitaten und Kapitelstruktur arbeitest, hilft ein Werkzeug, das Quellen und Schreibprozess an einem Ort bündelt.