Methode Bachelorarbeit Beispiel für deinen Erfolg

Das Methodenkapitel deiner Bachelorarbeit ist so viel mehr als nur ein Pflichtteil – es ist das Fundament, auf dem deine gesamte wissenschaftliche Argumentation steht. Hier legst du nicht nur offen, was du untersucht hast, sondern begründest auch glasklar, warum du dich für genau diesen Weg entschieden hast. Das macht deine Forschung für jeden Prüfer nachvollziehbar und vor allem glaubwürdig.
Warum das Methodenkapitel über deine Note entscheiden kann
Viele Studierende schieben das Schreiben des Methodikteils vor sich her, weil er oft als trocken und kompliziert wahrgenommen wird. Dabei ist er deine vielleicht größte Chance, die wissenschaftliche Qualität deiner Arbeit zu beweisen und deine Note entscheidend zu beeinflussen. Dieses Kapitel ist quasi das Herzstück, das deinen Ergebnissen erst ihren wahren Wert verleiht.
Stell es dir am besten wie ein gut geführtes Logbuch deiner Forschungsreise vor. Du beantwortest damit drei zentrale Fragen, die deinem Betreuer und den Prüfern wirklich unter den Nägeln brennen:
- Was genau wurde gemacht? Hier beschreibst du präzise dein Vorgehen.
- Warum fiel die Wahl auf diese Methoden? An dieser Stelle begründest du deine Entscheidungen.
- Wie können andere die Ergebnisse überprüfen? Du schaffst die Transparenz, die in der Wissenschaft einfach unverzichtbar ist.
Ein starkes Methodenkapitel zieht einen roten Faden durch deine Arbeit, der deine gesamte Argumentation stützt und ihr die nötige Tiefe gibt.
Die Bedeutung des Bachelorabschlusses heute
Wie wichtig eine saubere Methodik ist, zeigt auch ein Blick auf die aktuellen Absolventenzahlen. Im Prüfungsjahr 2024 machten rund 245.600 Studierende ihren Bachelorabschluss in Deutschland. Das entspricht einem Anteil von 48 % aller Hochschulabschlüsse. Diese Zahlen verdeutlichen: Der Bachelor ist der Standardabschluss, und die Konkurrenz ist groß. Eine herausragende Arbeit, die auf einer exzellenten Methodik basiert, lässt dich aus dieser Masse hervorstechen. Mehr zur Entwicklung der Hochschulabschlüsse findest du direkt bei Destatis.
Ein schwaches oder lückenhaftes Methodenkapitel kann selbst die brillantesten Ergebnisse ins Wanken bringen. Ein überzeugendes hingegen verleiht deiner Arbeit die nötige wissenschaftliche Autorität und kann aus einer guten Note eine sehr gute machen.
Am Ende nimmst du deinen Lesern mit einer klaren Struktur und nachvollziehbaren Begründungen jede Möglichkeit, dein Vorgehen anzuzweifeln. Du beweist damit wissenschaftliche Reife und zeigst, dass du nicht nur Ergebnisse präsentieren, sondern den Weg dorthin auch methodisch sauber ebnen kannst.
Die passende Forschungsmethode für deine Fragestellung finden
Die Wahl deiner Forschungsmethode ist mehr als nur eine formale Entscheidung – sie ist das Herzstück deiner Bachelorarbeit. Hier legst du fest, wie du deine Forschungsfrage beantworten willst, und das bestimmt am Ende alles, was folgt. Dein wichtigster Kompass bei dieser Entscheidung ist und bleibt deine Forschungsfrage. Sie gibt die Richtung vor, ob ein qualitativer, quantitativer oder vielleicht sogar ein gemischter Ansatz der richtige Weg für dich ist.
Nehmen wir mal ein typisches Thema: „Der Einfluss von Social-Media-Nutzung auf die mentale Gesundheit von Studierenden“. Allein bei dieser Fragestellung tun sich sofort verschiedene Pfade auf. Willst du das tiefere „Warum“ hinter den Phänomenen verstehen? Oder geht es dir darum, allgemeingültige Muster und Zusammenhänge aufzudecken?
Genau diese Überlegung führt dich quasi an der Hand zur passenden Methodik.
Qualitative vs. quantitative Forschung im direkten Vergleich
Ein qualitativer Ansatz ist wie ein Zoomobjektiv: Du gehst ganz nah ran, um Erfahrungen, Meinungen und Motivationen in ihrer ganzen Tiefe zu erfassen. Du opferst Breite für Tiefe. Für unser Beispielthema könntest du Experteninterviews mit Psychologen führen oder leitfadengestützte Interviews mit einer kleinen, gezielt ausgewählten Gruppe von Studierenden machen, um ihre ganz persönlichen Geschichten und Gefühlswelten zu verstehen.
Im Gegensatz dazu steht der quantitative Ansatz. Hier geht es darum, messbare, numerische Daten zu sammeln und statistisch auszuwerten. Du arbeitest mit Zahlen, um Hypothesen zu prüfen. Bei unserem Thema könntest du zum Beispiel eine Online-Umfrage an Tausende Studierende schicken, um klare Zusammenhänge zwischen der täglichen Nutzungsdauer von Social Media und bestimmten Stressindikatoren aufzudecken.
Bevor du dich festlegst, solltest du dich mit der ganzen Bandbreite an Methoden vertraut machen. In den Naturwissenschaften spielt zum Beispiel auch die DNA-Analyse eine zentrale Rolle, was zeigt, wie fachspezifisch die Methodik sein kann.
Die folgende Infografik verdeutlicht diesen Entscheidungsprozess sehr schön:

Man sieht hier klar, dass die Frage nach dem „Was“ und „Warum“ deiner Forschung direkt bestimmt, wie du vorgehst – also welche Methode die richtige ist.
Zur besseren Übersicht habe ich die wichtigsten Unterschiede hier einmal gegenübergestellt:
Vergleich qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden
Diese Tabelle hilft bei der Entscheidung, welcher Forschungsansatz für deine Bachelorarbeit am besten geeignet ist, indem sie die Hauptunterschiede, Ziele und typischen Verfahren gegenüberstellt.
| Merkmal | Qualitative Forschung | Quantitative Forschung |
|---|---|---|
| Ziel | Verstehen, Interpretieren, Entdecken von neuen Ideen | Messen, Testen von Hypothesen, Aufzeigen von Zusammenhängen |
| Fokus | Subjektive Erfahrungen, Meinungen, Kontexte | Objektive Fakten, numerische Daten, statistische Signifikanz |
| Stichprobe | Klein, gezielt ausgewählt (z.B. Experten, Betroffene) | Groß, repräsentativ, zufällig ausgewählt |
| Datenerhebung | Interviews, Gruppendiskussionen, Beobachtungen | Umfragen, Experimente, standardisierte Tests |
| Auswertung | Interpretation von Texten, Inhaltsanalyse | Statistische Analysen (z.B. Korrelationen, Regressionen) |
| Forschungsfrage | Offen, explorativ (z.B. „Wie erleben...?“) | Geschlossen, spezifisch (z.B. „Welchen Einfluss hat X auf Y?“) |
Diese Gegenüberstellung ist natürlich eine Vereinfachung, aber sie gibt dir eine gute erste Orientierung, in welche Richtung deine Arbeit gehen könnte.
Der Mixed-Methods-Ansatz als starker Kompromiss
Manchmal merkst du, dass ein einzelner Ansatz deinem Thema einfach nicht gerecht wird. Genau dann kommt der Mixed-Methods-Ansatz ins Spiel. Hier kombinierst du geschickt qualitative und quantitative Methoden und profitierst so von den Stärken beider Welten. Das Ergebnis ist oft eine vielschichtigere und überzeugendere Arbeit.
Ein klassisches Vorgehen wäre zum Beispiel:
- Zuerst eine breite quantitative Umfrage: Damit identifizierst du statistische Trends. Du könntest zum Beispiel herausfinden: „35 % der Studierenden, die mehr als drei Stunden täglich Social Media nutzen, berichten von erhöhtem Stress.“
- Anschließend qualitative Interviews: Mit einigen Teilnehmenden aus genau dieser Gruppe sprichst du dann persönlich, um die Geschichten und die individuellen Gründe hinter diesen nackten Zahlen zu verstehen.
Diese Kombination liefert dir nicht nur harte Fakten, sondern auch die menschliche Ebene dahinter. Das macht deine Argumentation am Ende deutlich stärker. Wenn dich das neugierig gemacht hat, findest du in unserem Leitfaden zum Mixed-Methods-Ansatz eine detaillierte Anleitung.
Deine Aufgabe im Methodik-Kapitel ist es nicht nur, deine Methode zu nennen, sondern überzeugend zu begründen, warum sie die beste Wahl für deine spezifische Forschungsfrage ist. Dies zeigt wissenschaftliche Reife.
Angesichts der riesigen Zahl an Studierenden – im Studienjahr 2024 haben allein in Deutschland 490.304 Personen ein Studium begonnen – sind Forschungsthemen rund um deren Lebenswelt extrem relevant. Eine klug gewählte Methode ist hier der Schlüssel, um aus dieser großen Masse aussagekräftige Stichproben zu ziehen und zu wirklich validen Ergebnissen zu kommen.
So verleihst du deinem Methodik-Kapitel eine überzeugende Struktur
Ein logischer und absolut transparenter Aufbau ist das A und O deines Methodik-Kapitels. Stell es dir wie einen roten Faden vor, der den Leser sicher und verständlich durch deine Forschungsreise führt. Um diese Klarheit zu schaffen, hat es sich bewährt, das Kapitel in drei zentrale Bausteine zu gliedern: das Forschungsdesign, die Datenerhebung und die Datenauswertung.
Mit dieser Gliederung stellst du sicher, dass du keinen entscheidenden Schritt auslässt. Deine Vorgehensweise wird so lückenlos nachvollziehbar – nicht nur für deinen Prüfer, sondern auch für dich selbst, um den Überblick zu behalten. Jeder Teil baut logisch auf dem vorherigen auf und schafft so eine in sich geschlossene Argumentationskette.
Der erste Baustein: Das Forschungsdesign
Ganz am Anfang legst du den großen Plan deiner Untersuchung dar – dein Forschungsdesign. Hier erklärst du die übergeordnete Strategie, für die du dich entschieden hast. War deine Forschung explorativ (also erkundend), deskriptiv (beschreibend) oder doch kausal (ursachenerklärend)? Diese Entscheidung ist kein Zufall; du musst sie direkt mit deiner Forschungsfrage begründen.
Ein typisches Methode Bachelorarbeit Beispiel für ein deskriptives Design könnte so klingen:
„Das Forschungsdesign dieser Arbeit ist deskriptiv angelegt. Das primäre Ziel besteht nämlich darin, die aktuellen Social-Media-Nutzungsgewohnheiten von Studierenden der Universität XY präzise zu erfassen und zu beschreiben.“
Mit dieser kurzen, aber prägnanten Einleitung steckst du den Rahmen für alles ab, was danach kommt.
Der zweite Baustein: Die Datenerhebung
Nach dem Gesamtplan wird es praktisch: die Datenerhebung. In diesem Abschnitt beschreibst du ganz detailliert, wie genau du an deine Informationen gekommen bist. Transparenz ist hier wirklich der Schlüssel zum Erfolg. Dein Leser muss jeden Schritt nachvollziehen können, fast so, als wäre er selbst dabei gewesen.
Nehmen wir an, du schreibst eine quantitative Arbeit mit einer Umfrage. Dann solltest du auf diese Punkte eingehen:
- Stichprobenauswahl: Wer genau wurde befragt und warum ausgerechnet diese Gruppe? Erkläre die Größe deiner Stichprobe (z. B. n = 150) und die Auswahlkriterien (etwa Studierende eines bestimmten Fachbereichs).
- Instrument: Beschreibe den Fragebogen. Basiert er vielleicht auf bereits etablierten wissenschaftlichen Skalen? Welche Fragetypen (z. B. Likert-Skalen, Multiple-Choice) hast du eingesetzt?
- Durchführung: Wie und wann wurde die Umfrage verteilt? Online oder auf Papier? War sie anonym? Gib auch den genauen Zeitraum der Datenerhebung an.
Bei qualitativen Interviews sieht das natürlich etwas anders aus. Hier beschreibst du die Auswahl deiner Gesprächspartner (z. B. eine bewusste Expertenauswahl) und die Struktur deines Interviewleitfadens (etwa leitfadengestützt mit offenen Fragen).
Ein Tipp aus der Praxis: Vermeide vage Formulierungen wie „Es wurden Interviews geführt“. Werde stattdessen konkret: „Es wurden fünf leitfadengestützte Experteninterviews mit einer durchschnittlichen Dauer von 45 Minuten via Videokonferenz durchgeführt, um tiefe Einblicke in die Entscheidungsprozesse zu gewinnen.“
Der dritte Baustein: Die Datenauswertung
Der letzte Baustein schließt den Kreis. In der Datenauswertung zeigst du, mit welchen Werkzeugen und nach welchen Regeln du deine gesammelten Rohdaten in aussagekräftige Ergebnisse verwandelt hast.
Bei quantitativen Daten nennst du die Software, die du genutzt hast (z. B. SPSS oder R), und die spezifischen statistischen Verfahren (etwa deskriptive Statistik oder eine Korrelationsanalyse).
Bei qualitativen Daten ist die gewählte Methode entscheidend. Eine sehr gängige Vorgehensweise, die du sicher schon einmal gehört hast, ist die qualitative Inhaltsanalyse.
Das folgende Diagramm zeigt beispielhaft den Ablauf einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring – eine Methode, die sich in unzähligen Bachelorarbeiten bewährt hat.

Man erkennt hier sehr gut den systematischen Prozess: von der Festlegung des Materials über die eigentliche Analyse bis hin zur Interpretation. Genau das macht deine Arbeit nachvollziehbar und wissenschaftlich fundiert.
Eine passende Formulierung im Text wäre zum Beispiel: „Die transkribierten Interviews wurden mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2015) ausgewertet. Hierfür wurde ein deduktiv-induktives Kategoriensystem entwickelt, um die relevanten Aussagen zu strukturieren und thematische Muster zu identifizieren.“
Wenn du diese drei Bausteine sauber abarbeitest, schaffst du ein robustes Fundament für deine gesamte Arbeit. Falls du noch ganz am Anfang stehst, findest du in unserem umfassenden Guide übrigens weitere Tipps und eine komplette Anleitung, wie du eine Bachelorarbeit schreiben kannst.
Praktische Formulierungen für dein Methodenkapitel

Okay, genug der Theorie – jetzt geht’s ans Eingemachte. Wie formuliert man das alles wissenschaftlich korrekt, ohne trocken oder unsicher zu klingen? Keine Sorge, du musst das Rad nicht neu erfinden.
Hier habe ich dir eine Sammlung an praxiserprobten Formulierungen zusammengestellt. Sieh sie als eine Art Werkzeugkasten, aus dem du dich bedienen kannst. Schnapp dir die passenden Bausteine, passe sie an dein Projekt an und formuliere so ein Methodenkapitel, das deine Prüfer mühelos nachvollziehen können.
Formulierungen für das Forschungsdesign
Gleich zu Beginn deines Methodikteils musst du den großen Rahmen abstecken: Welchen Weg schlägst du mit deiner Forschung ein? Hier legst du das Fundament, sei also von Anfang an glasklar.
- Exploratives Design: „Da dieses Phänomen bislang nur wenig erforscht wurde, kommt in dieser Arbeit ein exploratives Forschungsdesign zum Einsatz. Das Ziel ist, erste Einblicke zu gewinnen und daraus Hypothesen für weiterführende Forschung abzuleiten.“
- Deskriptives Design: „Die vorliegende Untersuchung folgt einem deskriptiven Forschungsdesign. Sie zielt darauf ab, die charakteristischen Merkmale und die Verbreitung von [dein Thema] innerhalb der definierten Population systematisch zu erfassen und zu beschreiben.“
- Kausales Design: „Um den vermuteten Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zwischen [Variable A] und [Variable B] zu prüfen, wurde ein experimentelles Forschungsdesign gewählt.“
Beispiele für die Datenerhebung
Jetzt wird es konkret. An dieser Stelle beschreibst du ganz genau, wie und wo du deine Daten herbekommen hast. Je präziser deine Ausführungen hier sind, desto glaubwürdiger und stichhaltiger wirkt deine gesamte Arbeit.
Für eine quantitative Umfrage könntest du es so formulieren:
„Die Datenerhebung wurde mithilfe einer standardisierten Online-Umfrage durchgeführt, die im Zeitraum vom [Startdatum] bis zum [Enddatum] aktiv war. Der Fragebogen wurde über die Plattform [z. B. SoSci Survey] realisiert und über [Kanal, z. B. universitäre E-Mail-Verteiler] an die Zielgruppe verteilt.“
Falls du Experteninterviews geführt hast, passt vielleicht diese Formulierung:
„Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurden fünf leitfadengestützte Experteninterviews geführt. Die Auswahl der Interviewpartner basierte auf vorab definierten Kriterien, wie [z. B. mehrjährige Berufserfahrung im relevanten Feld], um eine hohe Fachexpertise zu gewährleisten.“
Ein ganz entscheidender Punkt, der oft unterschätzt wird: die Begründung deiner Stichprobenauswahl. Eine wackelige oder unklare Begründung kann deine gesamten Ergebnisse angreifbar machen. Überlege dir also sehr genau, warum du genau diese Personen oder Datenquellen ausgewählt hast.
Ein gutes Beispiel für die Beschreibung der Stichprobe könnte so aussehen:
„Die Stichprobe (N = 152) wurde über ein Schneeballsystem rekrutiert. Dieses Verfahren bot sich an, da die Zielgruppe der [z. B. freiberuflichen App-Entwickler] über öffentliche Kanäle nur schwer zu erreichen ist.“
Formulierungen für die Datenauswertung
Zum Schluss musst du noch darlegen, wie du mit dem gesammelten Datenmaterial umgegangen bist. Hier zeigst du, dass du deine Daten nicht einfach nur gesammelt, sondern sie auch systematisch und nach wissenschaftlichen Standards ausgewertet hast.
- Quantitative Auswertung: „Die Auswertung der quantitativen Daten erfolgte mit der Statistiksoftware SPSS in der Version 28. Um die aufgestellten Hypothesen zu überprüfen, wurden zunächst deskriptive Statistiken berechnet, gefolgt von einer Korrelationsanalyse nach Pearson.“
- Qualitative Auswertung: „Die transkribierten Interviews wurden mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse in Anlehnung an Mayring (2015) ausgewertet. Hierfür wurde ein deduktiv-induktives Kategoriensystem entwickelt, das die Identifikation relevanter Themenmuster in den Aussagen der Experten ermöglichte.“
Gerade bei reinen Literaturarbeiten fällt die Beschreibung der Methodik vielen schwer. Falls das auf dich zutrifft, wirf unbedingt einen Blick in unseren Artikel zur Methodik einer Literaturarbeit mit Beispiel-PDF. Dort findest du eine detaillierte Anleitung speziell für diesen Fall.
Wenn man bedenkt, dass im Wintersemester 2024/2025 rund 2,87 Millionen Studierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben waren, wird klar, wie wichtig einheitliche wissenschaftliche Standards sind. Jede einzelne dieser Abschlussarbeiten muss auf einer nachvollziehbaren Methodik aufbauen, um in der akademischen Welt ernst genommen zu werden. Mehr zur Entwicklung der Studierendenzahlen findest du bei Statista.
Typische Fehler im Methodikteil und wie du sie vermeidest
Ein starkes Methodenkapitel kann deine Bachelorarbeit wirklich aufwerten. Aber aus Erfahrung weiß ich, dass hier auch einige typische Fallstricke lauern. Selbst kleine Fehler können schnell die Glaubwürdigkeit deiner gesamten Forschung untergraben. Wenn du diese häufigen Stolpersteine aber kennst, kannst du sie von Anfang an souverän umgehen.
Einer der häufigsten Fehler, den ich immer wieder sehe, ist eine fehlende oder nur sehr oberflächliche Begründung für die gewählte Methode. Viele Studierende schreiben einfach nur, was sie getan haben, vergessen aber komplett zu erklären, warum sie es so getan haben.
Dein Prüfer will sehen, dass du eine bewusste und fundierte Entscheidung getroffen hast. Argumentiere, warum genau deine Methode – sei es eine Umfrage, ein Experteninterview oder eine Literaturanalyse – am besten geeignet war, um deine spezifische Forschungsfrage zu beantworten.
Ein weiteres klassisches Problem ist mangelnde Präzision. Vage Formulierungen sind der Feind jeder wissenschaftlichen Arbeit und schwächen deine Argumentation erheblich.
Von vage zu präzise – so geht's
Ungenauen Beschreibungen solltest du unbedingt aus dem Weg gehen. Es reicht einfach nicht, zu schreiben: „Es wurde eine Umfrage durchgeführt.“ Das sagt nichts aus. Deine Leser müssen jeden einzelnen Schritt nachvollziehen können, sonst können sie die Gültigkeit deiner Ergebnisse gar nicht beurteilen.
Checkliste für präzise Beschreibungen:
- Wer wurde befragt? Definiere deine Stichprobe ganz genau (z. B. „Studierende im Fachbereich BWL an der Universität X“, N = 120).
- Wie wurde befragt? Beschreibe dein Instrument detailliert (z. B. „ein standardisierter Online-Fragebogen mit 15 geschlossenen Fragen auf einer 5-stufigen Likert-Skala“).
- Wann und wo fand die Erhebung statt? Gib den genauen Zeitraum an und über welche Kanäle die Umfrage verteilt wurde.
Dieser Detailgrad ist kein Selbstzweck. Er zeigt, dass du systematisch und wissenschaftlich sauber gearbeitet hast. Ein gutes Methode Bachelorarbeit Beispiel zeichnet sich immer durch diese Nachvollziehbarkeit aus.
Die Angst vor den eigenen Grenzen
Ein dritter kritischer Punkt, der oft aus Unsicherheit vermieden wird, ist die Diskussion der Limitationen. Viele glauben fälschlicherweise, das Eingestehen von Schwächen würde ihre Arbeit abwerten. Tatsächlich ist genau das Gegenteil der Fall: Es ist ein klares Zeichen von wissenschaftlicher Reife und Ehrlichkeit.
Keine Forschung ist perfekt, das ist völlig normal. Vielleicht war deine Stichprobe kleiner als erhofft oder du konntest einen bestimmten Aspekt aus Zeitgründen nicht tiefergehend untersuchen. Sprich das offen an. Formuliere diese Punkte aber konstruktiv und zeige auf, welche Fragen für zukünftige Forschungsprojekte offenbleiben.
- Beispiel für eine konstruktive Limitation: „Es ist zu beachten, dass sich diese Arbeit auf den deutschen Markt beschränkt. Eine vergleichende Analyse mit internationalen Märkten könnte daher weiterführende Erkenntnisse liefern.“
Indem du die Grenzen deiner Arbeit klar benennst, nimmst du deinem Betreuer nicht nur mögliche Kritikpunkte vorweg, sondern beweist auch ein tiefes Verständnis für den gesamten Forschungsprozess.
Typische Fragen zum Methodikteil (und ehrliche Antworten)
Zum Schluss räumen wir noch mit ein paar Mythen und Unsicherheiten auf, die rund um das Methodik-Kapitel immer wieder kursieren. Betrachte diesen Abschnitt als kleinen Spickzettel, der dir hilft, die letzten Hürden souverän zu nehmen.
Wie viele Seiten braucht das Methodenkapitel?
Eine allgemeingültige Seitenzahl gibt es natürlich nicht, aber eine bewährte Faustregel lautet: Plane für deine Methodik etwa 10 % des Gesamtumfangs deiner Bachelorarbeit ein. Bei einer Arbeit mit 40 Seiten wären das also um die vier Seiten.
Letztendlich ist aber nicht die Länge entscheidend, sondern die Klarheit. Dein Vorgehen muss für den Leser lückenlos nachvollziehbar sein. Du musst nicht jeden winzigen Handgriff erklären, aber der rote Faden deiner Forschung muss glasklar erkennbar sein.
Ich schreibe doch nur eine Literaturarbeit – brauche ich da trotzdem eine Methodik?
Ja, auf jeden Fall! Das ist einer der häufigsten und fatalsten Irrtümer. Viele Studierende glauben, eine Literaturarbeit käme ohne Methodik aus. Das stimmt nicht und kann dir wertvolle Punkte kosten.
Auch die systematische Recherche und Analyse von Literatur ist eine wissenschaftliche Methode. Dein Vorgehen muss transparent sein. Erkläre, nach welchen Kriterien du deine Quellen ausgewählt hast, welche Datenbanken du durchforstet und wie du die relevanten Texte analysiert hast.
Hilfe, meine gewählte Methode funktioniert nicht wie geplant! Was jetzt?
Keine Panik, das ist kein Weltuntergang und passiert in der Forschungspraxis ständig. Wichtig ist nur, wie du damit umgehst: Sprich das Problem offen und ehrlich in deiner Arbeit an. Der beste Ort dafür ist in der Regel das Unterkapitel zur „Limitation“ oder „kritischen Reflexion“ am Ende deines Diskussionsteils.
Begründe, warum die Methode nicht die erhofften Ergebnisse brachte und was du aus heutiger Sicht anders machen würdest. Das ist kein Eingeständnis des Scheiterns, sondern ein Zeichen wissenschaftlicher Reife – und genau das wissen Betreuer und Prüfer zu schätzen.
Soll ich lieber qualitativ oder quantitativ forschen?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Es gibt hier kein „besser“ oder „schlechter“, sondern nur ein „passend“ oder „unpassend“. Deine Forschungsfrage gibt die Richtung vor.
- Quantitative Methoden sind perfekt, wenn du Hypothesen statistisch überprüfen oder allgemeingültige Zusammenhänge aufdecken willst. Es geht um Zahlen, Daten, Fakten.
- Qualitative Methoden sind die richtige Wahl, wenn du tiefe Einblicke gewinnen möchtest – in Meinungen, Erfahrungen, Motivationen oder komplexe soziale Phänomene.
Deine Entscheidung für eine der beiden Richtungen (oder eine Kombination) muss immer direkt aus deiner Fragestellung abgeleitet und überzeugend begründet werden.